Hoppy
16.05.2005, 16:51
Ein Lob nach Rotterdam zu Ronald Moonen und seinem Team. Eine wirklich schöne Veranstaltung die im dritten Jahr sehr gut angenommen wurde. Morgens um 8.00 Uhr beim Probelauf etwas Nieselregen und feuchte Strecke, bis mittags bewölkt mit anständigen ?Steifen Brisen?, und dann perfektes Rennwetter.
Man nehme ein abgelegenes Industriegebiet, sperre die Zufahrtsstrassen, und sortiere die Teilnehmer Klassenweise in die Seitenstraßen ein. Vip-Tribühnen, Hüpfburgen, Kletterwände, Kinderquadparkurs, massenweise Frittenbuden mit lecker Frikandeln, Dosengetränke und Eisbuden, dem Besucher wurde eigentlich alles geboten.
Das einzig störende war eine Bühne, die mit plärrender Schlumpfmusik Eltern zwingen wollte ihren Kindern hässliche ferngesteuerte Plastikautos aus Fernost zu kaufen.
Das ?freie Training? angesetzt auf 7.45 Uhr (muss man nicht nachmachen) entpuppte sich mit leichter Verspätung als gemeinsame Streckenbegehung, halt nur im Auto sitzend.
Alle Klassen auf mal, Fahrzeuge vom Veranstalter, Privat Pkw´s, alles durcheinander.
Gas geben war auch nicht erwünscht, das wussten wir als Ricky und Scholley nach kurzen Beschleunigungstests unter lautem Schimpfen der Strecke verwiesen wurden. Es erwischte aber auch genügend ?Einheimische? die bei der Fahrerbesprechung (Amtssprache holländisch) wohl auch nicht alles so genau verstanden hatten.
Richtig testen konnte man dann erst in den 3 Vorläufen von denen dann die beiden besten Zeiten gewertet wurden. Die Zeiten lagen anfangs alle so um die 1:30 min. Scholley startete zusammen mit John Lagodny und lag mit seiner Zeit von 1:29 im guten Mittelfeld.. John touchierte in einer Kurve mit dem Hinterrad ein Wasserfass, kam dadurch etwas von der Strecke ab und pflügte erst mal 40m holländischen Rasen um, sah sehr spektakulär aus.
Ricky fuhr im ersten Durchlauf laut Ausdruck der Zeitnahme die zweitschnellste Zeit mit 1:25,71 und als sein ?Aushilfs-Schrauber? war ich natürlich total stolz.
Peter Versluis legte mit seinem schicken roten Crosser die mit Abstand schnellste Zeit von 1:19 vor.
Der zweite Vorlauf lief für Scholley bestens, ein guter Start, sauber durch die Schikane, kein unnötiger Drift in der Kurve und dann mit Vollgas raus auf die erste lange Gerade. Der Optische Eindruck wurde durch die Zeitnahme bestätigt, fast 60 sec schneller als im ersten Durchgang.
Für Ricky lief es nicht ganz so gut. Am Start hat sein Crosser zwar rechtzeitig gezuckt, aber er kam überhaupt nicht weg und lag an der ersten Schikane schon deutlich im Rückstand. Es half alles nix, er musste den Lauf aufgeben und mit Abgerauchter Kupplung von der Strecke tuckern. Die umgehend eingeleitete Reparatur wurde wegen chronischem Ersatzteilmangel vorzeitig beendet
Der Dritte Lauf.
Die Fahrer gewöhnten sich mehr und mehr an die Strecke und wurden immer mutiger. Hierzu sei kurz erwähnt, das die erste Gegengerade nach ca. 250m von zwei ca. 20m langen Mulden blockiert wurden an denen man scharf = 90° abbiegen musste. Der Radius entsprach dem, den man üblicherweise an innerstädtischen Straßenkreuzungen antrifft. Man fährt also mit Vollgas auf diese überdimensionale orangene Wand zu und kann sich irgendwann mal sagen, ok, hier soll jetzt mein Bremspunkt sein. Unglücklicherweise war kurz vorher noch eine Bodenwelle die einem weißen Escort zu Verhängnis wurde der anscheinen genau hier bremsen wollte. Es hat mächtig gerummst und die Riesenmulde hat sich sogar etwas bewegt. Dem Fahrer war aber nichts passiert und einer dieser Stapler, die man aufgrund der Größe eigentlich nur in Hafenstädten antrifft, rückte alles wieder gerade.
Scholley fuhr zusammen mit Johan Zoomer, ein Traum von einem Flachkäfer. Der Start war gut für beide und Scholley fuhr als erster aus der Kurve. Vor der Zielgeraden kam er weit raus und lehnte sich etwas an der Stahlbande an. um die höhere Kurvengeschwindigkeit zu kompensieren. Das Ergebnis: 1:28,81 und eine kaputte Fuchsfelge . Wieder verbessert und fast 4 Sekunden schneller als der Käfer.
Wir waren eine Runde weiter, Yes!!!
In diesem Durchlauf ging es um den Einzug ins ?Achtelfinale? Auch hier kamen wie im ganzen Rennen immer nur die schnellsten weiter. Die Rundenzeiten wurden immer ansehnlicher und die Risikofreudigkeit auch. Bordstein- und Bandenkontakt waren fast bei jedem Lauf zu sehen. Eiernde Felgen und geplatzte Reifen hinderten einige Allradler nicht daran trotzdem noch 1:20er Zeiten zu fahren. Einem Allradcrosser hat es an einer Bordstein ? Laternenkombination sämtliche Schwingen auf der rechten Seite weggerissen ? hoffentlich sind die Differentiale noch heil.
In diesem Lauf konnte Scholley nochmals seine Rundenzeit auf 1:27 verbessern. Wir warteten gespannt auf die Rundenzeiten der anderen. Durch einige Ausfälle hofften wir unter den Top 8 zu bleiben. Zwischenzeitlich wurden die Rennen etwas konfus. Bei 3 Läufen vergaß ein Fahrer die Spur zu wechseln und war somit raus. Es gab viele Kollisionen mit der Bande und Ausflüge aufs Grün.
Aus jeder Gruppe kamen ja nur die beiden Besten weiter. Nach dem Durchlauf warteten wir auf das offizieller Ergebnis. Der nette Holländer, der mit seiner Fitze durchs Fahrerlager fuhr und alle zum Start schickte schüttelte den Kopf. Es war in unserer Gruppe Platz 3 geworden. Immerhin, ein respektables Ergebnis für den kleinsten Motor im Starterfeld.
Wir waren sehr zufrieden, die Technik hatte einen anständigen Belastungstest erfolgreich bestanden, wir haben tolle Rennen gesehen, hatten wenig Bruch, viel Spaß und Scholley durfte bei der Siegerehrung die süßen Pokalmädels küssen.
Nächstes Jahr muss ich da auch mitfahren.
Einen Gruß nach Rotterdam,
vielen Dank für die Einladung und die tolle Veranstaltung, es hat uns sehr gefallen.
Gruß
Team Schollmeyer
Infos unter: http://www.ram-festival.nl/auto_motorsport/masters/masters
Man nehme ein abgelegenes Industriegebiet, sperre die Zufahrtsstrassen, und sortiere die Teilnehmer Klassenweise in die Seitenstraßen ein. Vip-Tribühnen, Hüpfburgen, Kletterwände, Kinderquadparkurs, massenweise Frittenbuden mit lecker Frikandeln, Dosengetränke und Eisbuden, dem Besucher wurde eigentlich alles geboten.
Das einzig störende war eine Bühne, die mit plärrender Schlumpfmusik Eltern zwingen wollte ihren Kindern hässliche ferngesteuerte Plastikautos aus Fernost zu kaufen.
Das ?freie Training? angesetzt auf 7.45 Uhr (muss man nicht nachmachen) entpuppte sich mit leichter Verspätung als gemeinsame Streckenbegehung, halt nur im Auto sitzend.
Alle Klassen auf mal, Fahrzeuge vom Veranstalter, Privat Pkw´s, alles durcheinander.
Gas geben war auch nicht erwünscht, das wussten wir als Ricky und Scholley nach kurzen Beschleunigungstests unter lautem Schimpfen der Strecke verwiesen wurden. Es erwischte aber auch genügend ?Einheimische? die bei der Fahrerbesprechung (Amtssprache holländisch) wohl auch nicht alles so genau verstanden hatten.
Richtig testen konnte man dann erst in den 3 Vorläufen von denen dann die beiden besten Zeiten gewertet wurden. Die Zeiten lagen anfangs alle so um die 1:30 min. Scholley startete zusammen mit John Lagodny und lag mit seiner Zeit von 1:29 im guten Mittelfeld.. John touchierte in einer Kurve mit dem Hinterrad ein Wasserfass, kam dadurch etwas von der Strecke ab und pflügte erst mal 40m holländischen Rasen um, sah sehr spektakulär aus.
Ricky fuhr im ersten Durchlauf laut Ausdruck der Zeitnahme die zweitschnellste Zeit mit 1:25,71 und als sein ?Aushilfs-Schrauber? war ich natürlich total stolz.
Peter Versluis legte mit seinem schicken roten Crosser die mit Abstand schnellste Zeit von 1:19 vor.
Der zweite Vorlauf lief für Scholley bestens, ein guter Start, sauber durch die Schikane, kein unnötiger Drift in der Kurve und dann mit Vollgas raus auf die erste lange Gerade. Der Optische Eindruck wurde durch die Zeitnahme bestätigt, fast 60 sec schneller als im ersten Durchgang.
Für Ricky lief es nicht ganz so gut. Am Start hat sein Crosser zwar rechtzeitig gezuckt, aber er kam überhaupt nicht weg und lag an der ersten Schikane schon deutlich im Rückstand. Es half alles nix, er musste den Lauf aufgeben und mit Abgerauchter Kupplung von der Strecke tuckern. Die umgehend eingeleitete Reparatur wurde wegen chronischem Ersatzteilmangel vorzeitig beendet
Der Dritte Lauf.
Die Fahrer gewöhnten sich mehr und mehr an die Strecke und wurden immer mutiger. Hierzu sei kurz erwähnt, das die erste Gegengerade nach ca. 250m von zwei ca. 20m langen Mulden blockiert wurden an denen man scharf = 90° abbiegen musste. Der Radius entsprach dem, den man üblicherweise an innerstädtischen Straßenkreuzungen antrifft. Man fährt also mit Vollgas auf diese überdimensionale orangene Wand zu und kann sich irgendwann mal sagen, ok, hier soll jetzt mein Bremspunkt sein. Unglücklicherweise war kurz vorher noch eine Bodenwelle die einem weißen Escort zu Verhängnis wurde der anscheinen genau hier bremsen wollte. Es hat mächtig gerummst und die Riesenmulde hat sich sogar etwas bewegt. Dem Fahrer war aber nichts passiert und einer dieser Stapler, die man aufgrund der Größe eigentlich nur in Hafenstädten antrifft, rückte alles wieder gerade.
Scholley fuhr zusammen mit Johan Zoomer, ein Traum von einem Flachkäfer. Der Start war gut für beide und Scholley fuhr als erster aus der Kurve. Vor der Zielgeraden kam er weit raus und lehnte sich etwas an der Stahlbande an. um die höhere Kurvengeschwindigkeit zu kompensieren. Das Ergebnis: 1:28,81 und eine kaputte Fuchsfelge . Wieder verbessert und fast 4 Sekunden schneller als der Käfer.
Wir waren eine Runde weiter, Yes!!!
In diesem Durchlauf ging es um den Einzug ins ?Achtelfinale? Auch hier kamen wie im ganzen Rennen immer nur die schnellsten weiter. Die Rundenzeiten wurden immer ansehnlicher und die Risikofreudigkeit auch. Bordstein- und Bandenkontakt waren fast bei jedem Lauf zu sehen. Eiernde Felgen und geplatzte Reifen hinderten einige Allradler nicht daran trotzdem noch 1:20er Zeiten zu fahren. Einem Allradcrosser hat es an einer Bordstein ? Laternenkombination sämtliche Schwingen auf der rechten Seite weggerissen ? hoffentlich sind die Differentiale noch heil.
In diesem Lauf konnte Scholley nochmals seine Rundenzeit auf 1:27 verbessern. Wir warteten gespannt auf die Rundenzeiten der anderen. Durch einige Ausfälle hofften wir unter den Top 8 zu bleiben. Zwischenzeitlich wurden die Rennen etwas konfus. Bei 3 Läufen vergaß ein Fahrer die Spur zu wechseln und war somit raus. Es gab viele Kollisionen mit der Bande und Ausflüge aufs Grün.
Aus jeder Gruppe kamen ja nur die beiden Besten weiter. Nach dem Durchlauf warteten wir auf das offizieller Ergebnis. Der nette Holländer, der mit seiner Fitze durchs Fahrerlager fuhr und alle zum Start schickte schüttelte den Kopf. Es war in unserer Gruppe Platz 3 geworden. Immerhin, ein respektables Ergebnis für den kleinsten Motor im Starterfeld.
Wir waren sehr zufrieden, die Technik hatte einen anständigen Belastungstest erfolgreich bestanden, wir haben tolle Rennen gesehen, hatten wenig Bruch, viel Spaß und Scholley durfte bei der Siegerehrung die süßen Pokalmädels küssen.
Nächstes Jahr muss ich da auch mitfahren.
Einen Gruß nach Rotterdam,
vielen Dank für die Einladung und die tolle Veranstaltung, es hat uns sehr gefallen.
Gruß
Team Schollmeyer
Infos unter: http://www.ram-festival.nl/auto_motorsport/masters/masters