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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KFZ Besteuerung ab Mai 2005



Sacha 241
15.02.2005, 21:50
Ich fahre, wie viele andere auch, eine T4 Multivan 2,5 Benziner, meine Freunde 2,4 Diesel, zugelassen als Kombinationskraftfahrzeug über 2,8 Tonnen. Bislang zahlen wir 172 Euro Steuern. :lol: Nun soll ja wahrscheinlich ab Mai diese Möglichkeit der KFZ Besteuerung abgeschaft werden, danke Ihr SUV´s. :evil:
Jetzt waren wir besonders schlau, dachten wir zumindestens, und haben unsere Busse mit wenigen handgriffen zum Wohnmobiel über 2,81 Tonnen umgeschlüsselt. Und nun der nächste Hammer. Die Wohnmobile sollen wahrscheinlich dem EU Steuerecht angeschlossen werden und bis 3,5 Tonnen als PKW versteuert werden.

Wer weiß genaueres, oder hat noch einer eine andere Idee? :?: :?: LKW ist KEINE Alternative

Benjamin Goltz
16.02.2005, 11:33
Hallo Sacha,

das neuse was ich nun gehört habe ist das einige Leute dagegen klagen und eine Besteuerung nach Gewicht anstreben wollen.
Ich bin mal gespannt wie dies dann ausgehen wird, den dann würde sich unsere regierung ein Eigentor schießen

MfG Schabax

Sacha 241
31.03.2005, 20:21
Ich denke es wir einige Interessieren.

Pressemitteilung über
die Änderung der Besteuerung für Kraftfahrzeuge zum 01.05.2005.

Im Zuge der Gewichtsbesteuerung ergeben sich auch für Wohnmobile zum Teil gravierende Kostensteigerungen, dazu nachfolgender Pressetext:

Steuer für Reisemobile soll um bis zu 500 Prozent steigen (hr)(pro). Für die mehr als 300000 Besitzer von Reisemobilen über 2,8 Tonnen wird es am 01. Mai 2005 ein böses Erwachen geben: weil sich die Bundesländer im Zuge der Anhebung der Kfz.-Steuer für schwere Geländewagen nicht auf eine Ausnahmeregelung einigen konnten, verteuern sich die Abgaben für Freizeitfahrzeuge extrem. Im Durchschnitt, so der Caravaning Industrie Verband (CIVD), steigt die Kfz.-Steuer um mehr als 300 Prozent. Viele Reisemobilbesitzer müssen sogar mit einer Verfünffachung rechnen. Das in Stuttgart erscheinende Fachblatt ?promobil?, Europas größtes Reisemobil-Magazin, kündigt eine massive Protestaktion gegen die Kostenexplosion an.

Anlass für die massive Steuererhöhung ist eine Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO), die vor allem auf das Kfz.-Steuerprivileg für schwere Geländewagen zielt. Damit wird die Berechnungsbasis der Steuer komplett umgestellt. Wurden Reisemobile über 2,8 Tonnen bisher wie Nutzfahrzeuge nach Gewicht besteuert, so ist ab Mai 2005 die Größe des Hubraums entscheidend.

Zu den drastischen Verteuerungen kommt es, weil sich die Bundesländer nicht auf eine Ausnahmebestimmung für die vorwiegend auf Leicht-LKW-Fahrgestellen aufgebauten Reisemobile einigen konnten. In der entscheidenden Runde der Länder-Finanzministerien am 03. März 2005 zog das federführende Land Bayern einen vorbereiteten Entwurf auf Weisung von Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) überraschend zurück.

Die Folgen sind für Reisemobilisten extrem: Für Mobile der jüngsten Generation, die in der Regel mit einem 2,8-Liter-Dieselmotor ausgestattet sind, steigt die jährliche Kfz.-Steuer von bisher 210 Euro auf 449 Euro an ? ein Aufschlag von 114 Prozent. Noch härter trifft es die rund 200000 Besitzer älterer Reisemobile ohne Abgasregelung: Sie müssen für ihr Fahrzeug mit 2,8-Liter-Motor sogar 1052 Euro zahlen ? das entspricht einer Steuererhöhung um mehr als 500 Prozent.

Lauf CIVD wird die durchschnittliche Steuerverteuerung für Reisemobile ohne Abgasregelung bei rund 300 Prozent liegen. Im Extremfall kann die Steuererhöhung sogar wesentlich höher ausfallen, weil es bei der Pkw-Steuer im Unterschied zur Lkw-Steuer keine Deckelung nach oben gibt. So können für ein großes Reisemobil auf Omnibus-Fahrgestell ab 01. Mai 2005 über 4500 Euro Kfz.-Steuer pro Jahr fällig werden. Zum Vergleich: Für einen 40-Tonner-Lkw werden max. 1789 Euro erhoben.

Da bis zum 01. Mai 2005 aber keine Ausnahmeregelung mehr zu erwarten und realisierbar ist, kündigt Thomas Seidelmann, Chefradakteur von ?promobil?, eine große Protestaktion an. ?Wir appellieren im Namen von hunderttausenden betroffenen Reisemobilisten an die Bundesländer, ihre Entscheidung schnellstmöglich zu revidieren?. Seidelmann:? Diese Steuer ist in keiner Weise gerecht, damit werden die Besitzer von Reisemobilen abgestraft?.

Auf der Internetseite www.probomil.de können Betroffene ihren Unmut gegen die Reisemobil-Steuer zum Ausdruck bringen. In der Mai-Ausgabe von promobil (ab 13. April im Handel) fällt der Startschuss zu einer bundesweiten Protestaktion. Außerdem gibt es dort weitere Hintergrundinformationen zum Steuererlass sowie wichtige Tipps, wie Betroffene auf die Steuererhöhung reagieren können.

Olli P.
01.04.2005, 07:58
Öhm...1.April oder wie?


Greetz Olli P.

Röhrinho
01.04.2005, 12:47
München. Dramatische Wende in letzter Minute: Das bayerische Finanzministerium hat die Steuererhöhung für Wohnmobile gestoppt. Die Oberfinanzdirektionen München und Nürnberg wurden gestern angewiesen, ?Wohnmobile und bauartähnliche Fahrzeuge bis auf weiteres? nach der bisherigen Rechtspraxis zu besteuern - unter Vorbehalt.
In den Finanzämtern liegen bereits die fertigen Listen für Geländewagen und Wohnmobilen über 2,8 t, die ab 1. Mai 2005 wie Pkw besteuert werden sollen. Das ist ein Vielfaches der bisherigen Kfz-Steuer. Auf Fachebene der obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern soll die Problematik in der Sitzung vom 23. bis 25. Mai ?abschließend geprüft werden?. Damit besteht Hoffnung, dass Wohnmobile von der Steuererhöhung verschont bleiben. Eigentlich ging es um die Steuerprivilegien für große Geländewagen; die waren den Länderfinanzministern ein Dorn im Auge. Sie forderten vom Bund, die schnellen, schweren Geländewagen über 2,8 t endlich wie Pkw zu behandeln. Denn bisher werden sie günstig nach Gewicht besteuert, nicht nach Hubraum.
Der Bundestag beschloss die Änderung der Straßenverkehrsordnung im vergangenen Jahr. ?Dabei ist der Bund mit der Einbeziehung der Wohnmobile über das Ziel hinausgeschossen?, heißt es dazu im bayerischen Finanzministerium. Diese Problematik ist indes offenbar niemandem aufgefallen, ?es gab keine Gespräche dazu?, heißt es im Münchner Ministerium. Aufgeschreckt wurden die Politiker wohl erst durch die massiven Proteste der 370 000 deutschen Mobil-Camper, die ab 1. Mai ein Vielfaches an Steuern bezahlen sollten. Nach Gesetzeslage steigt die Kfz-Steuer für moderne Reisemobile von bisher 210 auf 449 Euro pro Jahr. Besitzer älterer Fahrzeuge mit 2,8-Liter-Motor ohne Abgasregelung müssten sogar 1052 Euro zahlen. Mit rund 200 Millionen zusätzlichen Steuern wird in Berlin gerechnet, Geld, das an die Länder fließt, weshalb der stv. SPD-Landesvorsitzende MdB Florian Pronold Faltlhauser angriff: ?Die CSU-Staatsregierung will bei der Kfz-Steuer abkassieren.? Das Ministerium gab den schwarzen Peter an Berlin zurück. In der Branche sieht man durch die Steuererhöhung Arbeitsplätze gefährdet, dabei würden gerade Wohnmobile fast komplett im Inland gefertigt. Gerhard Hoßfeld, Knaus-Geschäftsführer in Jandelsbrunn, sagte zur PNP: ?Die höhere Steuer tut uns richtig weh. Wohnmobilbesitzer sind keine reichen Leute.? Besonders hart getroffen würden Altfahrzeuge. Aber auch bei den Neufahrzeugen drohe ein Einbruch: ?Steuererhöhungen verunsichern den Verbraucher. Da könnten viele ihre Kaufentscheidung zurückstellen.? Böse Signale für eine Branche, die sehnsüchtig auf den Saisonbeginn im Frühling wartet. Eine steuerliche Ausnahmeregelung für Wohnmobile fordert auch Alois Ortner, ADAC-Vorstandsrat Südbayern. Er warnt vor drastischen Einbrüchen im Tourismus: ?Die Steuererhöhung verdirbt den Campern die Reiselust.? Von 380 000 Wohnmobilen in Deutschland fahre der Großteil nach Bayern. Gerade im Bayerischen Wald gebe es viele Campingplätze, auch im Bäderdreieck seien die Camper mit ihren rollenden Behausungen ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Ortner: ?Die Steuererhöhung ist unverschämt. Da müssen die Länderminister handeln.?
Auch der Straubinger MdB Ernst Hinsken, Vorsitzender im Tourismus-Ausschuss des Bundestags, hält die Erhöhung der Steuern für Wohnmobile für ungerecht: ?Es kann doch nicht sein, dass ein Reisemobil mehr Steuern kostet als ein 40-Tonner.?

Sacha 241
01.04.2005, 20:21
soll natürlich

www.promobil.de

heißen

matthias schabert
02.04.2005, 09:21
Hallo !!!

Das ist mein erster Beitrag in diesem Forum,und ich verfolge die ganze Entwicklung auch mit schrecken,aber ich glaube fürs erste ist das Thema
etwas entschärft.
P.S. eine gute Infomöglichkeit ist camperlinde.de
Mfg
Matthias

Hoppy
16.11.2006, 16:58
Angesichts der aktuellen Bundestagsentscheidung vom 09.11.06 hier noch einmal einige Infos zum Thema Wohnmobilbesteuerung:
News 13.11.06
http://www.promobil.de/news/kfz-steuer_damitmuessensieabsofortrechnen.89201.htm

Der Gesetzentwurf (die Zustimmung vom Bundesrat fehlt noch)
http://www.promobil.de/news/dergesetzentwurfzurkfz-steuer.86856.htm?&template=d_pro_aktion_detail06

Tarifübersicht
http://www.pkw-steuer.de/kfz-steuer_wohnmobil.html
http://www.kfz-steuer.de/

Tarifrechner:
http://www.afrika-virus.de/technik/steuer/steuer.html